London is calling…

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London is calling…

Yes, we were there, too… Die traditionelle London-Fahrt der 9.Klassen des von-Bülow-Gymnasiums Neudietendorf begann am 12. Juni 2016 noch fast in der Nacht, um drei Uhr. 19 Stunden Busfahrt (inklusive einer Stunde auf der Fähre) dauerte die Reise durch Deutschland, Belgien, Frankreich und England mit dem Ziel Oxford. Um 23 Uhr englischer Ortszeit hatten wir alle die „Nuffield Road“ unbeschadet erreicht. Schnell wurden wir auf unsere Gastfamilien verteilt. Mit Koffern und Taschen ging es dann in Richtung unseres „Zuhause“ für die nächsten vier Tage.

 

Um 8:30 Uhr ging es am Morgen des 13. Juni mit dem Bus in Richtung Innenstadt von Oxford. Nach einer kurzen Fahrt von ungefähr 30 Minuten waren wir vor Ort und konnten mit der Stadt-Rallye beginnen. 23 Fragen galt es zu beantworten. In kleinen Gruppen sollte dies schnell gelingen, aber bei klassisch englischem Wetter in der großen 170.000 – Einwohner-Stadt war alles schwieriger als gedacht. Trotz all dem gaben wir uns Mühe. Um 13 Uhr mussten alle fertig und bereit für die Stadtführung sein. In dieser wurde unter anderem berichtet, dass die Stadt Oxford 38 Colleges besitzt. Auch eine Besichtigung des Christ-Church-College gab es bei der Führung, welches als Drehort für die „Harry Potter“- Verfilmung diente. Gegen halb sieben waren dann alle wieder in ihren „host families“ und dort hieß es dann wie jeden Abend: „Dinner is ready“.

Mit einem „Breakfast is ready“ wurden die Schüler am Dienstagmorgen geweckt. An diesem Tag reisten wir dann endlich nach London. Um 7:30 Uhr war Abfahrt in die Hauptstadt Englands. Auf dem Zettel der Sehenswürdigkeiten an diesem Tag standen: „Tower Bridge“ und „Tower of London“, wo es die berühmten „Crown Jewels“ gibt, also die königlichen Kronen und Juwelen. Am späten Nachmittag besuchte die gesamte Jahrgangsstufe dann noch das „Shakespeare Globe Theatre“, also das „Open-Air-Theater“, in dem Shakespeare einmal wirkte. Hier werden Stücke von ihm nachgespielt oder neu interpretiert. In zwei Gruppen nahmen wir anschließend noch an einem intensiven englischen Theaterworkshop teil, welcher allen Beteiligten sehr viel Freude bereitete.

„Shakespeare‘s Birthplace“ und „Blenheim Palace“ standen am Mittwoch auf dem Programm. Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir zur Geburtsstätte eines der größten Schriftsteller der Welt, nach Stratford-upon- Avon. Nach einem kurzen Film und einer kleinen Ausstellungsbesichtigung setzten sich alle wieder pünktlich in den Doppelstockbus. Unser Fahrer Nicolai beförderte uns anschließend nach Blenheim. Der Palast ist riesig und ständig voller Touristen, vor allem aus China und Japan. Hier teilten wir uns wieder in zwei Gruppen und nahmen an einer deutschen und einer englischen Führung teil. Im Gebäude sind an allen Wänden große Bilder von der englischen Königsfamilie zu sehen. Jeder der Besucher war beeindruckt von der Anzahl und der Größe der Porträts. Interessant war zu erfahren, dass Winston Churchill viele Jahre hier lebte. Als wir das Schloss wieder verließen, „ schüttete“ es mittlerweile „wie aus Eimern“. So waren alle froh, als sie wieder im Bus saßen und die Heimreise sicher und trocken antreten konnten.

Am Donnerstag „rief“ uns London zum zweiten Aufenthalt in die Metropole Englands. Mit Heimreisegepäck traten wir um 7:30 Uhr nach freundlicher Verabschiedung durch unsere Gasteltern die Busfahrt an. Vielleicht, weil es unsere letzten Stunden auf der Insel waren, bescherte uns der Wettergott zum Glück einen teilweise sonnigen Tag, ohne auch nur die kleinste Spur von Regen. Halb elf kamen wir in London Greenwich an und machten gegenüber dem Nullmeridian ein abschließendes Gruppenfoto. Im Laufe des Tages schauten wir uns Sehenswürdigkeiten, wie das „London Dungeon“, „The Crystal“ und das „London Eye“ an. Nachdem die Schüler im Crystal Zukunftstechnologien bestaunen konnten, durften sie sich im Dungeon erschrecken lassen und etwas über die Geschichte der Stadt lernen. Das „Auge Londons“, welches das größte Riesenrad Europas und das Wahrzeichen der Stadt ist, bildete einen gelungenen Abschluss unserer Reise. Nicht nur wir genossen die schöne Aussicht und schossen Bilder bis zum „Umfallen“. Anschließend traten wir alle, erschöpft von dieser Woche, die Heimreise ab dem Greenwich Park an.

Um 23.15 Uhr englischer Ortszeit fuhr unsere Fähre von Dover zurück nach Calais in Frankreich. Nicolai brachte uns (die meisten im Tiefschlaf) dann sicher bis nach Gießen, wo er von einem anderen Busfahrer abgelöst wurde. Um 12:30 Uhr deutscher Zeit hielt der Bus wieder in Neudietendorf, wo unsere Eltern uns schon erwarteten. Resümee: Es war eine tolle Reise mit Potenzial zur Wiederholung. Aber erst einmal waren wir froh, wieder zu Hause zu sein, denn so eine lange Busfahrt ist schon ziemlich anstrengend.

 

Tom Winter (9a)